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Hund mit Ball auf der Wiese – ein glänzendes Fell zeigt, dass Fütterung und Stoffwechsel stimmen
Ratgeber

Fellwechsel beim Hund: Was Sie tun können

Stand: 13. Oktober 2026

Zweimal im Jahr wechselt der Hund sein Fell: Im Frühjahr fliegt die dichte Winterunterwolle, im Herbst wird das leichte Sommerfell gegen ein wärmeres getauscht. Haare auf dem Sofa, im Auto und auf der Kleidung gehören dann dazu. Doch nicht jeder Fellwechsel verläuft unauffällig. Stumpfes Fell, kahle Stellen, Schuppen oder Juckreiz sind Hinweise, dass der Körper gerade mehr braucht, als er bekommt. In diesem Artikel zeigen wir, was im Fellwechsel beim Hund normal ist, wann Sie genauer hinschauen sollten und wie Sie Ihren Hund unterstützen können.

Was im Fellwechsel normal ist

Der Fellwechsel wird vor allem von der Tageslichtlänge gesteuert, weniger von der Temperatur. Deshalb beginnt er im Frühjahr oft schon im Februar und im Herbst ab September. Er dauert in der Regel sechs bis acht Wochen. Hunde, die viel im warmen Haus leben, haaren teils das ganze Jahr leicht, weil das Lichtsignal weniger eindeutig ist.

Normal ist: gleichmäßiger Haarverlust am ganzen Körper, das Fell bleibt glänzend, die Haut ist unauffällig, der Hund kratzt sich nicht mehr als sonst. Rassen mit dichter Unterwolle wie Husky, Schäferhund oder Retriever verlieren deutlich mehr als Pudel oder Terrier.

Wann Sie genauer hinschauen sollten

  • Kahle oder dünne Stellen, besonders symmetrisch an Flanken, Rücken oder Schwanz.
  • Stumpfes, trockenes oder fettiges Fell, das sich auch nach dem Fellwechsel nicht erholt.
  • Schuppen, Krusten, gerötete Haut oder ein auffälliger Geruch.
  • Starker Juckreiz, der Hund kratzt, leckt oder knabbert sich.
  • Fellwechsel, der nicht endet oder deutlich länger als zwei Monate dauert.
  • Begleitsymptome wie Müdigkeit, Gewichtsveränderung, vermehrtes Trinken.

Hinter solchen Zeichen können Parasiten, Hautpilze, hormonelle Veränderungen oder Futtermittelunverträglichkeiten stehen. Bitte lassen Sie Parasiten, Pilze und Hormonstörungen von Ihrem Tierarzt abklären. Ist dort alles unauffällig und das Fell trotzdem nicht in Ordnung, lohnt sich der ganzheitliche Blick auf Fütterung und Stoffwechsel.

Fütterung: Das Fell wird von innen gebaut

Haare bestehen zu einem großen Teil aus Eiweiß. Für den Fellwechsel braucht der Hund deshalb hochwertiges Protein, dazu Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Zink, Biotin, Kupfer und B-Vitamine. Fehlt davon etwas, zeigt sich das zuerst am Fell, weil der Körper Haut und Haare bei Mangel als Erstes zurückstellt.

Typische Stellschrauben aus unserer Beratung:

  • Fleischanteil und Qualität: Ein Futter mit viel Getreide und wenig Fleisch liefert oft zu wenig verwertbares Eiweiß.
  • Öle: Lachsöl, Leinöl oder Hanföl in kleinen Mengen, idealerweise im Wechsel, unterstützen Haut und Fell.
  • Zink und Biotin: Gerade im Fellwechsel ist der Bedarf erhöht. Ob und wie viel ergänzt werden sollte, hängt vom Futter ab.
  • Darmgesundheit: Ein gereizter Darm nimmt Nährstoffe schlecht auf. Wiederkehrende Durchfälle oder Blähungen gehören zum Fellthema dazu.

Wir sehen uns die gesamte Ration an und passen sie an Ihren Hund an, siehe Ernährungsberatung.

Haaranalyse: Hinweise aus dem Fell selbst

Das Fell speichert, was im Körper über Wochen passiert ist. Genau deshalb nutzen wir bei Fellproblemen gern die bioenergetische Haaranalyse: Sie gibt Hinweise auf Mineralstoffe und Spurenelemente, auf Futtermittel, die der Hund gerade nicht gut verträgt, und auf Belastungen, die Haut und Fell beeinflussen können. Sie schicken uns eine kleine Haarprobe per Post, wir werten aus und besprechen die Ergebnisse mit Ihnen. Der Hund muss dafür nirgendwohin. Wie Sie die Probe richtig nehmen, steht in unserer Anleitung zur Haarprobe.

Pflege im Fellwechsel

  • Täglich bürsten: Lose Unterwolle raus, das regt die Durchblutung der Haut an und verteilt den Hauttalg. Für dichte Unterwolle eignen sich Unterwollbürste oder Striegel, für kurzes Fell ein Gummistriegel.
  • Nicht scheren: Bei Hunden mit Unterwolle zerstört Scheren die Fellstruktur. Die Unterwolle wächst nach, das Deckhaar nicht richtig.
  • Selten baden: Shampoo entfernt den schützenden Fettfilm. Wenn baden, dann mit mildem Hundeshampoo und nicht öfter als nötig.
  • Bewegung und Tageslicht: Beides unterstützt den Hormonhaushalt, der den Fellwechsel steuert.
  • Ruhe: Stress verlängert den Fellwechsel. Ein Umzug, ein neues Familienmitglied oder Dauerunruhe zeigen sich am Fell.

Fazit

Der Fellwechsel ist Schwerstarbeit für den Körper. Mit guter Fütterung, täglichem Bürsten und etwas Geduld kommt der Hund gut hindurch. Bleibt das Fell stumpf oder lückig, ist das ein Hinweis, dass etwas fehlt. Die Haaranalyse und eine Anpassung der Fütterung sind dann der nächste Schritt. Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gern.

Häufige Fragen zum Fellwechsel beim Hund

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?

In der Regel sechs bis acht Wochen, im Frühjahr und im Herbst. Wohnungshunde mit viel Kunstlicht und Heizungsluft haaren oft das ganze Jahr leicht, dafür weniger intensiv.

Soll ich im Fellwechsel Zusatzfutter geben?

Nicht pauschal. Zu viel Zink oder Vitamin A kann ebenso schaden wie zu wenig. Erst prüfen, was das Futter liefert, dann gezielt ergänzen. Dabei helfen Ernährungsberatung und Haaranalyse.

Mein Hund riecht im Fellwechsel stärker. Ist das normal?

Ein leicht intensiverer Geruch kann durch abgestorbene Haare und Hauttalg entstehen. Riecht der Hund deutlich ranzig oder muffig und hat fettiges Fell oder gerötete Haut, lassen Sie das bitte tierärztlich abklären.

Kann die Haaranalyse auch beim Welpen oder Senior gemacht werden?

Ja, in jedem Alter. Gerade bei Senioren, deren Fell nachlässt, und bei Junghunden im Wachstum gibt sie hilfreiche Hinweise auf den Bedarf.

Hilft Osteopathie beim Fell?

Nicht direkt. Aber ein Hund, der wegen Verspannungen Stress hat oder sich bestimmte Stellen nicht mehr pflegen kann, zeigt das auch am Fell. Bei älteren oder steifen Hunden gehört die Osteopathie deshalb mit ins Bild.

Fragen oder Termin?

Rufen Sie an, schreiben Sie per WhatsApp oder nutzen Sie das Formular. Wir melden uns in der Regel am selben Werktag.

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Hinweis: Wir arbeiten naturheilkundlich, osteopathisch und komplementärmedizinisch – unter anderem mit bioenergetischen Verfahren wie der Haaranalyse und der Frequenzfeld-Therapie. Wir geben kein Heilversprechen. In akuten Notfällen wenden Sie sich bitte an den tierärztlichen Notdienst.